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prellfreie Schalter

Mechanische Schalter öffenen und schließen nicht ganz sauber, sondern mit Überschlägen und/oder mehreren Kontakten in der Schaltphase. Man sagt, sie prellen. In der Digitaltechnik mit ihren eindeutigen Zuständen 0 und 1 und insbesondere beim Einsatz von Digitalzählern führt das zu Problemen.

Ein Beispiel: An einem Digitalzähler liegt der Messeingang auf +5V und es soll die Zeit gemessen werden, in der der Eingang - durch einen Mechanischen Schalter - mit GND (0V) verbunden ist. Der Zähler erwartet also zwei Ereignisse: Uhrenstart bei Spannungsabfall auf 0V, Uhrenstopp bei Wiederanstieg auf 5V.

Mit einem mechanischen Schalter realisiert, sieht das so aus:

Dargestellt ist nur das 1. Ereignis, die Flanke von ca. 5 V auf 0V. Den umgekehrten Vorgang bei t = 50 ms registriert der Zähler schon gar nicht mehr, da bereits bei 31,5 ms, spätestens aber bei 31,7 ms auch das 2. Ereignis eingetreten ist.

(Diese Messkurve gehört übrigens zum Millikan-Betriebsgerät Leybold 55972, was eine Verwendung eines Digitalzählers als Stoppuhr nicht ganz einfach macht. siehe Millikan-Versuch)

Die Lösung? Im obigen Fall reichte es, einen kleinen Kondensator parallel zum Schalter einzubauen. Zur Hand war gerade einer mit C=0,1 µF, womit man quasi einen Tiefpass eingebaut hat.

Noch nicht ganz schön, aber es reichte in der Praxis aus.

Für das Entprellen von Schaltern gibt es letztlich keine mechanische, sondern nur eine elktronische Lösung.

 

 

 

 



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